„Bei der Gestaltung von Projektgovernance stelle ich mir immer zuerst eine Frage: Welche zusätzliche Managementaufmerksamkeit benötigt dieses Projekt wirklich?“
Worum geht es?
Projektgovernance beschreibt den organisatorischen Rahmen, innerhalb dessen Projekte geführt werden. Sie klärt Verantwortung, Entscheidungswege und die Form der Managementunterstützung.
Warum das Thema wichtig ist
Viele Organisationen reagieren auf Projektprobleme mit zusätzlichen Regeln, Vorlagen oder Handbüchern. Häufig entsteht dadurch jedoch mehr Bürokratie, nicht mehr Wirksamkeit.
Mein Verständnis
Für mich bedeutet Governance nicht mehr Formulare und nicht mehr Administration. Gute Governance schafft einen verständlichen Rahmen, den Menschen verstehen und leben können. Die entscheidende Frage lautet: Welche zusätzliche Managementaufmerksamkeit benötigt ein Projekt, damit es erfolgreich geführt werden kann?
Vorgehensweise in der Praxis
Gemeinsam betrachten wir Projektarten, Verantwortlichkeiten, Entscheidungsebenen und Eskalationswege. Dabei unterscheiden sich Projekte nicht primär durch unterschiedliche Projektmanagement-Methoden, sondern durch die notwendige Ausprägung von Verantwortung und Managementunterstützung. Bestehende Handbücher, Prozesse und Formulare bleiben grundsätzlich in ihrer Domäne erhalten. Governance definiert den Rahmen der Steuerung, nicht die Detailgestaltung der Formulare.
Typische Fehler
Typische Fehler sind der Aufbau unnötiger Bürokratie, unklare Rollen, fehlende Entscheidungen, gleiche Anforderungen für alle Projekte und die Verwechslung von Governance mit Dokumentation.
Nutzen für Unternehmen und Projektleitende
Klarere Verantwortlichkeiten, angemessene Steuerung unterschiedlicher Projektarten, bessere Entscheidungen und eine höhere Transparenz für Management und Projektleitung.
Austausch und Vertiefung
Geeignet für Führungskräfte, PMOs, Governance-Gremien und Organisationen, die ihre Projektlandschaft wirksam und gleichzeitig pragmatisch steuern möchten.